Die Möglichkeiten der VR Banking App werden durch Sofort-Zahlungen mit Wero erweitert: Unser Payment-Experte Florian Störk erklärt die Vorteile
Wero ist eine starke europäische Antwort auf dominierende amerikanische Anbieter. Es ergänzt das mobile Bezahlen und macht Apps wie Paypal oder zusätzliche Wallets auf dem Smartphone überflüssig. Was der Nutzer davon hat? „Eine Menge!“, betont Florian Störk, Bereichsleiter Direct Banking, und erklärt, wie Kunden von den neuen Möglichkeiten der VR Banking App profitieren können.
Herr Störk, was ist aus Ihrer Sicht die große Chance hinter dem Bezahlsystem Wero?
Mit Wero wird ein europäischer, bankengetragener Standard für digitale Zahlungen etabliert. Konkret heißt das: Zahlungen laufen direkt von Konto zu Konto, in Echtzeit. Gesteuert wird das Ganze aus der VR Banking App – also im vertrauten Umfeld, ohne zusätzliche Accounts. Wero unterliegt strengen europäischen Richtlinien und wird von der European Payments Initiative (EPI) getragen. Das soll die Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern verringern. Für Privatkunden entsteht so eine komfortable europäische Alternative im Alltag.
Für Unternehmen geht es um Prozesssicherheit, Geschwindigkeit und mehr Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr.
Wie ergänzt Wero das Angebot für Privatkunden, die bereits intensiv Online-Banking und Karten nutzen?
Kartenzahlungen, SEPA-Überweisungen und Lastschriften bleiben zentrale Säulen. Es geht vor allem darum, etablierte Routinen zu vereinfachen: Geld senden im privaten Umfeld zum Beispiel – funktioniert mit Wero in Sekunden, ohne IBAN-Eingabe und ohne Wartezeiten. Im Onlinehandel können Zahlungen direkt per VR Banking App ausgelöst werden, ohne zusätzliche Logins oder das Hinterlegen von Kartendaten. Konto, Wero-Zahlungen und Kartentransaktionen sind zentral in der App sichtbar – das schafft Transparenz für die eigene Liquiditätsplanung.
Und wo liegt das Potenzial für Firmenkunden, Freiberufler und Vereine?
Ich sehe vor allem E‑ und M‑Commerce. Wero wird zur zusätzlichen Zahlart, die sich in bestehende Payment-Setups integrieren lässt. Konto-zu-Konto-Zahlungen auf Basis von Echtzeittransaktionen beschleunigen Geldeingänge und machen Rechnungs-, Abgleichs- und Mahnprozesse effizienter. Ein weiterer Vorteil für Händler ist die Zahlungsgarantie und die damit verbundene Planungssicherheit. Im stationären Um-feld können QR-Code basierte Verfahren eine smarte Ergänzung zur Kartenzahlung sein. Insbesondere für kleinere Beträge und mobile Einsatzszenarien, etwa für Standbetreiber auf dem Wochenmarkt oder beim Vereinsfest, ist das praktisch. So können Unternehmen ihre Zahlungsprozesse straffen und Zahlungseingänge besser steuern.
QR-Code-Zahlungen gelten als wichtiger Baustein für den europäischen Zahlungsverkehr. Wie ordnen Sie diesen Trend ein – gerade mit Blick auf Wero?
QR-Code-Zahlungen sind technisch ein sehr flexibler Zugang zu Konto-zu-Konto-Zahlungen. Sie eignen sich sowohl für den stationären Handel – etwa über QR-Codes am Terminal, auf dem Beleg oder auf einem Display – als auch für Online-Szenarien und Rechnungsprozesse. Die europäische Zusammenarbeit, beispielsweise zwischen EPI, Bancomat und SIBS, zeigt, dass sich darüber auch grenzüberschreitende Anwendungsfälle wirtschaftlich abbilden lassen. Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das: Im Handel kann neben Karte und mobilem Bezahlen eine weitere, einfache Zahlart entstehen. Im Online- und Rechnungsbereich bieten QR-Codes einen medienbruchfreien Einstieg in Wero-Zahlungen direkt aus der Banking-App.
Warum ergänzen sich Wero und das mobile Bezahlen ideal?
Mobiles Bezahlen in der VR Banking App nutzt digitale Karten wie girocard, Visa und Mastercard und bildet gewohnte Kartenzahlungen über Smartphone oder Smartwatch ab. Unsere Kundinnen und Kunden steuern beides an einem Ort. Im Alltag heißt das: Mit derselben App kann man Geld in Sekunden versenden, online zahlen und kontaktlos im Handel mit dem Smartphone bezahlen.
Wie steht es um die Sicherheit bei Wero und beim mobilen Bezahlen?
Wir bewegen uns bei beiden Themen vollständig in der regulierten Bankenwelt. Die sensiblen Daten bleiben in der Bankeninfrastruktur. Es werden keine Kartendaten an Händler herausgegeben, sondern Zahlungs-
Token bzw. Konto-zu-Konto-Buchungen genutzt. Mobile Zahlungen werden nur ausgelöst, wenn das Gerät entsperrt ist und sich in unmittelbarer Nähe zum Terminal befindet. Bei Verlust des Smartphones können Karten und Zugänge jederzeit über die Sperrhotline 116 116 gesperrt werden. Alles bleibt also in vertrauter Umgebung: von der technischen Abwicklung bis zur Betreuung durch die Hausbank.
Was empfehlen Sie Kundinnen und Kunden, die Wero und mobiles Bezahlen bisher noch nicht nutzen?
Privatkunden empfehle ich, die neuen Verfahren direkt im Alltag auszuprobieren. Heißt: Wero zum Beispiel im Freundes- oder Familienkreis testen und mobiles Bezahlen beim nächsten Einkauf nutzen. Firmen- und Geschäftskunden können gemeinsam mit ihrer Beraterin oder ihrem Berater prüfen, wie sich ihre Zahlungsverkehrsstrategie mit Wero, QR-Code-Zahlungen oder mobilem Bezahlen gezielt weiterentwickeln lässt – etwa im E‑Commerce, im Forderungsmanagement oder am POS.
Die Vorteile von Wero auf einen Blick
Für Privatkunden
- Geld an Freunde und Bekannte senden und empfangen – oft in weniger als 10 Sekunden.
- Online-Zahlungen direkt aus der VR Banking App, ohne zusätzliche Accounts.
- Zentrale Übersicht über alle Zahlungsströme und Sicherheit auf Bankenniveau.
Für Firmen- und Geschäftskunden
- Zusätzliche Zahlart im E‑ und M‑Commerce.
- Schnelle Zahlvorgänge, komfortables Bezahlen ohne zusätzliche Dateneingabe, sichere Geldeingänge, für Händler eine kostengünstige Alternative zu etablierten Zahlungsmethoden.
Mobiles Bezahlen mit der VR Banking App
Digitale girocard- sowie Visa-/Mastercard-Produkte auf dem Smartphone. Kontaktlose Zahlungen per NFC im Handel, ohne zusätzliche Kosten. Starke Kundenauthentifizierung und Abwicklung über Bankeninfrastruktur.